900-Euro-Spende an die Bürgerinitiative Stendal

pm Stendal. Ganz schön ins Schwitzen kam vor wenigen Tagen Angela Kemena von der Stendaler Bürgerinitiative. Denn sie hatte sich mit ihrem Verein als Kassiererin im dm-Drogeriemarkt beworben und den Zuschlag erhalten. Das natürlich nicht als Aushilfe, sondern als Teilnehmerin einer bundesweiten Kassier-Aktion unter dem Motto: „Ideen Initiative Zukunft“, zu der die dm-Drogeriemarktkette gemeinsam mit der Unesco eingeladen hatte.

Die Einnahmen in diesen 30 Minuten betrugen aufgerundeten 900 Euro. Überreicht wurde das Geld am Mittwochvormittag vom Stendaler dm-Filialleiter Tino Eisner (links) durch einen symbolischen Scheck. Babett Jungblut (2.v.r.) vom Vorstand der Bürgerinitiative und an Bürgerinitiativen-Mitglied Angela Kemena, die als Kassiererin tätig war, nahmen den Scheck mit Freuden entgegen. Die Summe soll zur Betreuung der Erkrankten und für Qualifizierungsmaßnahmen genutzt werden. Foto: Pohlmann

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Altmark Zeitung 16.03.2012

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Kassiert für guten Zweck

Gemeinsame Aktion brachte 900 Euro für die BIS

Von Bernhard Maslow

Stendal (pm/bm). Auch im Jahr 2012 führten der dm-Drogeriemarkt und die deutsche UNESCO-Kommission ihr gemeinsames Engagement mit „Ideen Initiative Zukunft“ mit der Bürgerinitiative Stendal e.V. (BIS) weiter. Der dm-Drogeriemarkt in Stendal hatte die BIS zu einer Kassieraktion am Mittwoch voriger Woche von 11 bis 11.30 Uhr eingeladen.

Für kurze Zeit schlüpfte dabei Angela Kemena von der Bürgerinitiative Stendal in die Rolle einer dm-Mitarbeiterin und nahm hinter der Kasse Platz. Die Einnahmen, die in dem Drogeriemarkt an ihrer Kasse in 30 Minuten erzielt wurden, spendete der Markt der Bürgerinitiative Stendal. Die Schlange an der Kasse wollte gar nicht abreißen und so hatte Frau Kemena alle Hände voll zu tun. Insgesamt kassierte sie 48 Kunden ab und nahm stolze 897,80 Euro ein, die dann auf die runde Summe von 900 Euro aufgerundet wurden. Es sei sehr anstrengend gewesen und sie ziehe vor den Kassiererinnen den Hut“, so Angela Kemena, die ihre Aufgabe hervorragend meisterte. Dieses Urteil erhielt sie von der stellvertretenden Filialeiterin Daniela Gartner.

BIS-Vereinsvorsitzende Marion Kristin Mohr, die es sich nicht nehmen ließ und auch einen Korb voller Waren einkaufte, war sichtlich erfreut über den großen Zuspruch. Die Einnahmen sollen der Stendaler Tagesstätte zugutekommen. An diesem Tag fanden deutschlandweit in den dm-Märkten rund 1800 „Kassieraktionen“ statt. Ziel war es, eine Million Euro Fördergeld für Nachhaltigkeitsprojekte in ganz Deutschland zu sammeln. Tatkräftige Hilfe erhielt die Aktion in einigen Städten sogar von prominenter Seite. So schlüpfte unter anderem Schauspieler, Buchautor und Umweltaktivist Hannes Jaenicke in München in die Kassiererrolle. Mit dieser Aktion sollen Menschen unterstützt werden, die ein Umdenken vorantreiben wollen und in sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekten arbeiten, erklärte Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung. Im Stendaler Markt gab es auch einen Infostand, wo Kunden die Möglichkeit hatten, sich mit BIS-Mitarbeitern über die Arbeit der Bürgerinitiative Stendal zu unterhalten.

 

General Anzeiger 07.03.2012

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Gehim-Jogging mit einem Saiteninstrument

Bürgerinitiative Stendal stellt beim „Tag der offenen Tür“ Musik-Projekt vor

Von Volker Langner

Stendal (vl) „Ich möchte Menschen eine glückliche Spanne Zeit geben“, erklärt Gunhild Heinrich, die als Musik-Geragogin in Salzwedel tätig ist und damit älteren Menschen musikalische Bildung vermittelt. Am Sonnabend war die Ex-Tangerhütterin beim „Tag der offenen Tür“ in der Tagesstätte der Bürgerinitiative Stendal zu Gast. Dort stellte sie ein Projekt vor, das die Bürgerinitiative in diesem Jahr angehen möchte: Musizieren mit der Veeh-Harfe. Das Zupfinstrument, welches in der Regel über 18 oder 25 Saiten verfügt, ist so konzipiert, dass jedermann auch ohne Notenkenntnisse darauf Melodien spielen kann. Das belegte Heinrich bei einem Zusammenspiel mit Besuchern des „Tages der offenen Tür“

Das Spiel mit der Veeh-Harfe schule das Rhythmusgefühl ebenso wie Hand und Arm; es fördere die Gemeinschaft, schätzt Heinrich ein. Ihre Schlussfolgerung: „Das Spiel mit der Veeh-Harfe ist Gehirn- Jogging“ Und damit genau richtig für die Tagesstätte der Bürgerinitiative. Schließlich werden dort montags bis freitags Menschen mit sogenannter eingeschränkter Alterskompetenz betreut. Dazu zählen unter anderem Senioren, die unter Demenz, Parkinson und Folgen eines Schlaganfalls leiden.

„Als ich von den Angeboten mit der Veeh-Harfe gehört habe, habe ich mir gleich gesagt: Das passt in unser Konzept“, erzählt Marion Mohr. Ein entsprechendes Projekt will die Vorsitzende der Bürgerinitiative in absehbarer Zeit auf den Weg bringen. „Ein- oder zweimal pro Woche könnten wir Musikstunden mit der Harfe anbieten. Das hängt von der Nachfrage ab“, sagt sie.

Noch verfügt die Tagestätte über keine Veeh-Harfe, deren kleinste Ausführung nach Informationen von Heinrich stolze 425 Euro soll. Allerdings hat der Stendaler Verein noch eine Spende der Volksbank für ein Projekt in der Hinterhand. „Zwei Harfen würden wir und gern anschaffen. An den Musiknachmittagen sollen aber mehr Menschen teilnehmen. Zur Musik der Instrumente darf ja auch gesungen werden“, blickt Mohr voraus. Allerdings müssen die Laien-Musiker angeleitet werden. Mohr hat dazu erste Gespräche geführt und ist optimistisch, dass Gehirn-Jogging mit der Veeh-Harfe nicht nur Zukunftsmusik bleibt.

Fränkischer Landwirt entwickelt die Veen-Harfe

Die Veeh-Harfe ist ein Zupfinstrument. Es wurde Ende der 1980er Jahre entwickelt. Der Landwirt Hermann Veen konzipierte die Harfe für seinen Sohn, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde. Notenschabtonen ermöglichen das Spiel für Nutzer ohne Notenkenntnisse. Diese Schablonen werden zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben. (Quelle Wikipedia)

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Volksstimme 05.03.2012

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Den Gratulanten ein buntes Programm geboten

cd Stendal. „Als ich Hilfe gebraucht habe, habe ich keine bekommen“, erinnert Ingrid Heyer am Samstagvormittag in einem kleinen Büro, welches sich in der untersten Etage eines Wohnblocks in der Carl-Hagenbeck-Straße 35-37 befindet.

Seit zwei Jahren werden auf eben jenen Quadratmetern die Organisationsfragen und Koordinationsbelange der Tagesbetreuung der Bürgerinitiative Stendal gesteuert, fast auf den Tag genau zwei Jahre, wie die Rentnerin weiß. Dementsprechend haben die Mitarbeiter der Einrichtung, in welcher Wochentags Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallbetroffene ganztägig betreut werden, dafür gesorgt, dass das Domizil zur zweijährigen Jubiläumsfeier am Wochenende für alle Gratulanten was zu bieten hat. Ob Musik, ein reichhaltiges Buffet, oder auch Dokumentarfilme – in der Carl-Hagenbeck-Straße ist richtig was los. Dass dafür vor allem Ehrenamtliche verantwortlich sind, scheint klar, sind es doch auch im normalen Tagesgeschäft 35 eben jener, die sich um Frühstücks-, Mittags- und Kaffeeklatschbelange, Bastelbetreuung und sämtliche Belange drumherum kümmern, so dass 21 Gäste pro Tag vor Ort und rund 35 Betroffene aus Heimen betreut werden können.

„Die meisten von uns haben sehr persönliche Gründe, hier zu arbeiten“, weiß die 70-Jährige ganz genau, immerhin ist sie seit der Geburtsstunde der Tagesbetreuung engagiert. „Ich habe damals meinen Ehemann verloren – er war an Demenz erkrankt.“ Als ihr Mann starb, hatte die Stendalerin ihn bereits jahrelang selbst gepflegt. Die Betreuung eines schwer erkrankten Familienangehörigen als Kraftakt, bei dessen Bewältigung ihr in jenen Jahren eine Selbsthilfegruppe pflegender Angehöriger zur Seite stand, zeigte laut Heyer eindeutig, dass wohl kaum jemand dazu allein im Stande ist. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Gruppe traf sie 2005 auf Bernd Zürcher: „Damals wussten wir, den lassen wir nicht wieder gehen, nur der Paritätische kann uns helfen.“ 2006 wurden dann erstmals die Türen der Tagesbetreuung unter der Trägerschaft der Bürgerinitiative geöffnet, zu der sie gegenwärtig, trotz anderen Standortes, immer noch gehört. Die ursprünglichen knapp 30 Quadratmeter im ersten Quartier in der Nachtigalstraße hätten Sonnabend auch gar nicht ausgereicht, um all die Gäste zu empfangen. Gegenwärtig stehen der Einrichtung rund 120 Quadratmeter zur Verfügung.

So ist es am Jubiläumstag nicht nur möglich, die von Musikschullehrerin Gunhild Heinrich mitgebrachte Veeh-Harfe zu bespielen, welche dank leichter Bedienung schnellen musikalischen Erfolg und stets die richtige Notenwahl verspricht und somit optimal für die Musikpädagogik zu sein scheint. „Die BiS überlegt, Instrumente anzuschaffen und da wurde ich eingeladen, um die Harfe vorzustellen. Das Tolle an ihr ist, dass man auch ohne weitere Probleme gemeinsam und mehrstimmig musizieren kann“, weiß die Salzwedelerin. Und schon verfolgt eine weitere interessierte Besucherin Punkt für Punkt die Spielanleitung.

Weiterhin wird auch gezeigt, dass die Carl-Hagenbeck-Straße auch zur Berufsorientierung dienlich sein kann. Über die ersten Schritte von Comenius-Schülern im vergangenen Jahr, den Pflegeberuf theoretisch und praktisch vermittelt zu bekommen und im „wahren Leben“, sprich in der Tagesbetreuung kennen zu lernen, berichtet ein Dokumentarfilm aus der Kamera von Babett Jungblut, „Wir wollen auch den Austausch von Jung und Alt fördern. Zudem kann man bei uns in den Beruf reinschnuppern.“ Und das alles neben der eigentlichen Zielsetzung, pflegende Angehörige zu entlasten, damit diese trotz, beispielsweise, Halbtagsjob, sicher gehen können, dass es ihren Lieben währenddessen gut geht. Die Örtlichkeit im Tiergartenviertel scheint all den Ansprüchen mehr als gerecht zu werden und scheint somit, nach sechs Jahren Tätigkeit ein echtes Zuhause geworden zu sein, ein Zuhause, welches den Verein pro Monat allein über 1000 Euro Miete kostet.

„Vor 2009 mussten wir zwei Präsenzkräfte einstellen, um die Betreuung gesetzeskonform zu garantieren. Für diese erhalten wir von der Sozialagentur Halle Zuschüsse. Ansonsten gehen wir betteln“, fasst Heyer die finanzielle Lage zusammen, wobei ihr jedoch zugleich Thematiken wie leere Kommunen- und Länderkassen durchaus bekannt sind und als Entschuldigung für fehlende Unterstützungen akzeptiert werden. „Wir wissen noch gar nicht so genau, wie wir das schultern sollen. Aber aufgeben werden wir keinesfalls.“ Seit 2006 hat der Verein 96 Gäste aus dem gesamten Landkreis im Alter von 40 bis 94 Jahren betreut, gegenwärtig für einen Tagessatz von 15 Euro. Hinzu kämen Info-Abende und Beratung.

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Altmark Zeitung 05.03.2012

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900 Euro Gewinn für Stendaler Tagesstätte

Von Ann-Christin Fischer

Stendal: Mit den Worten: „Oh Gott, ist das voll hier!“ verließ ein Jugendlicher gestern den dm-Drogeriemarkt in der Breiten Straße in Stendal. Es war 11.04. Uhr, und genau vier Minuten lief hier schon die Aktion ;,Ideen Initiative Zukunft“ – und dann waren es nur noch 26 Minuten. Gestern fanden deutschlandweit in 1800 Filialen diese „Kassieraktionen“ statt. Die dm-Drogeriemärkte und die deutsche UNESCO-Kommission setzten 2012 ihr gemeinsames Engagement für die Aktion „Ideen Initiative Zukunft“ fort. Ziel war es, eine Million Euro Fördergeld für Nachhaltigkdtsprojekte zu sammeln.

In Stendal wurde das Projekt durch die Bürgerinitiative (BIS) unterstützt. Pünktlich um 11 Uhr begab sich Angela Kemena von der Öffentlichkeitsarbeit der BIS auf ihren neuen Arbeitsplatz und bediente innerhalb einer halben Stunde 48 Kunden. „Eine super Leistung! Das ist nicht leicht, wenn man zum ersten Mal nicht vor, sondern hinter der Kasse steht“, erzählte dm-Verkäuferin Peggy Aurig, die ihren Schützling im Auge behielt und bei Problemen sofort zur Stelle war.

Kemena sagte: „Es war unglaublich anstrengend! Da merkt man erst, was man als Verkäuferin leisten muss. Vom Umfeld konnte ich gar nichts wahrnehmen. Hoffentlich haben wir 800 bis 900 Euro eingenommen“, wünschte sie sich.

Und so sollte es sein. Die Bilanz um halb zwölf: 897,80 Euro! Mit diesem Ergebnis waren alle sehr zufrieden, auch die stellvertretende Filialleiterin Daniela Gartner.

BIS-Vereinsvorsitzende Marion Kristin Mohr war sichtlich gerührt und „verriet, die Einnahmen in der Stendaler Tagesstatte eingesetzt werden: „Im Vorfeld haben wir alle Vereinsmitglieder mit einem Rundschreiben informiert. Freunde und Bekannte eingeladen und Zeitungsaufrufe gestartet. Es zählt schließlich jeder Cent!“ Die Tagestätte ist nur einer von drei großen Bereichen, den die BIS fördert. „Was wir wollen, ist, ein gutes Lebensumfeld zu schaffen!“ Und da werden die knapp 900 Euro eine willkommende Unterstützung sein. Das berichtete auch Ingrid Heyer, Vorstandsmitglied bei der BIS: „Ich habe für 50 Euro eingekauft. Aber gerade rief mich ein anderes Vorstandsmitglied an und bat mich, auch für sie etwas mitzunehmen. Also weitere 20 Euro für unsere Tagesstätte. Es wird klar: Die Stendaler Bürger haben auch in dieser Situation wieder zusammengehalten. In der nächsten Woche stellt dm der Bürgerinitiative Stendal den Scheck aus.

Volksstimme 01.03.2012

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Mit Leib und Seele dabei

Stendal (pm/bm). Die Bürgerinitiative Stendal (BIS) ist seit März 2010 im Tiergartenviertel (Carl- Hagenbeck- Str. 35 – 37) der Hansestadt Stendal präsent. Davor wurden von Mai 2006 bis März 2008 durch ehrenamtliche Mitarbeiter in der Dr.- Gustav- Nachtigal- Straße 5 und der Magdeburger Straße 6 hauptsächlich Menschen betreut, die an einer Demenz erkrankt oder von einem Schlaganfall betroffen waren. Durch die Tätigkeit von qualifizierten und gut geschulten Mitarbeitern hat sich die Tagesbetreuung ab 2008 zu einer Einrichtung entwickelt, an die hohe Ansprüche zur Betreuung von Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz gestellt werden können. In der Tagesstätte werden Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen und psychischen Erkrankungen, Schlaganfallbetroffene und Erkrankte an Parkinson betreut.

Seit April 2007 gab es die Möglichkeit, Mitarbeiter über verschiedene Förderungen und Projekte zu beschäftigen. Viele sind Mitglied im Verein geworden und noch heute für die BIS tätig. So begann am 1. April 2007 Doreen Weiß in der Betreuung zu arbeiten und ist auch jetzt noch als ehrenamtliche Betreuerin in der Tages- und in der Hausbetreuung tätig. Sie hat in dieser Zeit eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin absolviert und ständig an Weiterbildungen teilgenommen, speziell für das Krankheitsbild „Demenz“. Doreen Weiß ist besonders gern in der kreativen Beschäftigung mit den Gästen der Tagesstätte tätig.

Seit 9. Juli 2007 ist Kay Lehmbruch in der Tagesstätte als Betreuer tätig. Beide zeichnen sich durch ein hohes Verantwortungsbewusstsein aus. Stellvertretend für alle Betreuer sollten an dieser Stelle Doreen Weiß und Kay Lehmbruch vorgestellt werden. Die BIS ist stolz auf die Leistungen, die von ihnen und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Betreuerteams täglich erbracht werden. Sie tragen wirkungsvoll dazu bei, dass sich die Erkrankten wohlfühlen und eine spürbare Entlastung der Angehörigen erfolgt. Zur Verstärkung des Teams sind ehrenamtliche Helfer jederzeit willkommen. Infos: 03931490639

 

General Anzeiger 29.02.2012

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BIS Stendal ausgezeichnet

Stuttgart/Stendal (pm/bm).

Die Bürgerinitiative Stendal kann sich freuen: Als eine von bundesweit 13 gemeinnützigen Organisationen erhielt der Verein für sein Engagement im Themenfeld Demenz die PHINEO-Empfehlung für besondere Wirksamkeit.

Die Bürgerinitiative Stendal schlägt mit ihrer Tagesstätte zur Betreuung von Alzheimerdementen und Schlaganfallbetroffenen drei Fliegen mit einer Klappe – Betreuung, Angehörigenentlastung und Qualifizierung von Arbeitssuchenden. Demenz ist ein gesellschaftlicher Riese. 1,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz. Der Verlust des Erinnerungsvermögens ruft oft Angst und Ablehnung hervor. Immer wieder schüren die Medien ein Bild seelen- und freudloser Kranker. Unsicherheit und Tabuisierung belasten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Angehörigen. Diese sind als „Deutschlands größter Pflegedienst“ unverzichtbar. Aber mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz und knappe Pflegeressourcen führen sie an ihre seelischen und körperlichen Grenzen. Dabei bietet das Leben mit Demenz zahlreiche Chancen und Freuden, wenn Betroffene, Angehörige und Gesellschaft den richtigen Umgang mit der Krankheit lernen. Gemeinnützige Organisationen können an dieser Stelle maßgeblich entlasten – ob durch Aufklärung oder Beratungsarbeit, ob durch Besuchsdienste oder ambulante Betreuung, ob durch Urlaubsbegleitung oder spezielle Wohngemeinschaften.

Um Spendern, Stiftungen und Unternehmen zu zeigen, wie sie das gesellschaftliche Engagement im Themenfeld Demenz stärken können, hat das unabhängige Analyse- und Beratungshaus PHINEO in Berlin über ein Jahr eine umfassende Analyse durchgeführt. Der jetzt erschienene PHINEO-Themenreport „Vergessen? Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen“ stellt auf 36 Seiten die Ergebnisse vor. Im Rahmen der Analyse wurden in einem mehrstufigen Verfahren bundesweit auch vierzig Demenz-Projekte geprüft. 13 von ihnen wurden bei einer feierlichen Zeremonie in Stuttgart für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet. Die Bürgerinitiative Stendal war auch dabei.

General Anzeiger 12.02.2012

 

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„Müssen die Menschen aus Bittstellung holen“

Nachbarschaftshilfen: Mohr und Jungblut treiben Projekte voran

Marco Hertzfeld

Stendal. „Es ist leider nicht mehr so, dass ausreichend mehrere Generationen in einem Ort leben“, meint Günter Rettig, der Bürgermeister in Buch. In dem Elbedorf sind schon jetzt mindestens 20 Prozent der Einwohner über 65 Jahre alt. „Tendenz steigend.“ Es gibt reichlich Probleme. Zwei Beispiele: Die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs fahren vornehmlich in Richtung Tangermünde, in die Kernstadt der Einheitsgemeinde, und nicht in den Tangerhütter Raum, wo die Bucher traditionell ihre Ärzte haben. Auch seien viele der älteren Leute mit dem Schneeräumen überfordert. Verwandte fehlen, Freunde sind ähnlich schlecht zu Fuß – und wer will schon immer den Nachbarn fragen? „Wir müssen die Menschen aus der Bittstellung herausholen und endlich verlässliche alternative Strukturen für den ländlichen Raum schaffen“, so der Linke kürzlich im Kreis-Sozialausschuss.

Die Zahl der Hochbetagten, der Menschen, die 80 Jahre und älter sind, wird sich im Jahr 2025 fast verdoppelt haben. Marion Kristin Mohr weiß um die Herausforderungen. Seit gut sieben Jahren arbeitet sie an der Spitze der Bürgerinitiative Stendal (BIS) gegen die Folgen des demografischen Wandels, beschwört neues „bürgerschaftliches Engagement“, schafft Alternativen zur klassischen Pflege und deren Finanzierung.

Seit September wirbt sie nun auch für das zunächst auf zwölf Monate angelegte Projekt „Neue Nachbarschaftshilfe in ländlicher Region“ .der Stiftung „Pro Alter“ mit Sitz in Köln. Das Zwischenfazit: „Bei uns sind die Bedingungen noch schwieriger als anderswo.“ Doch die Bereitschaft, Nachbarschaftshilfen entstehen zu lassen, sei groß. Auch gebe es erste interessante Ideen, etwa die eines „Bürgerbusses“ im Bereich Werben/Wendemark.

Die Stiftung könne momentan noch selbst kein Geld ausgeben, so Mohr im Ausschuss. Andererseits könnten sich schon bald an anderen Stellen „Türen öffnen, wenn wir uns denn bewegen“. Und weiter: „Wenn neue Nachbarschaftshilfen entstehen, dann werden sie nicht im Regen stehen gelassen. Da bin ich mir sicher.“ Die Ostaltmärkerin will nun weiter für das Projekt werben, um finanzielle Mittel bitten und Ideen entwickeln. In Buch findet übrigens eine Veranstaltung passend zum Thema am 22. Februar statt. Los geht es um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Babett Jungblut verfolgt mit dem Projekt „Nachbarschaftshilfen und soziale Dienstleistungen im Landkreis Stendal“ ähnliche Ziele. Als Studentin der Rehabilitationspsychologie und Mitglied des BIS-Vereins habe sie mit Themen wie Demenz, Schlaganfall und Hilfen bereits zu tun gehabt. Was in Tagesstätten und anderen Einrichtungen in der Stadt bereits gut funktioniere, soll auch auf dem Land etabliert werden. Das über drei Jahre mit 60 000 Euro geförderte Projekt werde sich wohl auf den nördlichen Teil des Landkreises konzentrieren. Jungblut fragt in der aktuellen Phase, wo Beistand nötig ist und wer in den Dörfern freiwilliger Helfer sein möchte. Ihr Eindruck: „Häufig fehlt es in der Tat an Mobilität und die Nachbarschaft funktioniert nicht mehr so wie früher.“

Altmark Zeitung 10.02.2012

 

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Gemeinnützige Organisationen leisten unverzichtbare Hilfe.

Der Phineo-Themenreport

Susanne Ungnad

Themenfeld Demenz – Stendaler Organisation für besondere Wirksamkeit ausgezeichnet.

„Vergessen? Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen“ zeigt, wie man das gesellschaftliche Engagement rund um Demenz stärken kann.

Berlin, November 2011 – Die Bürgerinitiative Stendal kann sich freuen: Als eine von bundesweit 13 gemeinnützigen Organisationen erhält der Verein für sein Engagement im Themenfeld Demenz die PHINEO-Empfehlung für besondere Wirksamkeit. Die Bürgerinitiative Stendal schlägt mit ihrer Tagesstätte zur Betreuung von Alzheimerdementen und Schlaganfallbetroffenen drei Fliegen mit einer Klappe Betreuung, Angehörigenentlastung und Qualifizierung von Arbeitssuchenden. Demenz ist ein gesellschaftlicher Riese. 1,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz. Der Verlust des Erinnerungsvermögens ruft oft Angst und Ablehnung hervor. Immer wieder schüren die Medien ein Bild seelen- und freudloser Kranker. Unsicherheit und Tabuisierung belasten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Angehörigen. Diese sind als „Deutschlands größter Pflegedienst“ unverzichtbar. Aber mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz und knappe Pflegeressourcen führen sie an ihre seelischen und körperlichen Grenzen. Dabei bietet das Leben mit Demenz zahlreiche Chancen und Freuden, wenn Betroffene, Angehörige und Gesellschaft den richtigen Umgang mit der Krankheit lernen.

Gemeinnützige Organisationen können an dieser Stelle maßgeblich entlasten – ob durch Aufklärung oder Beratungsarbeit, ob durch Besuchsdienste oder ambulante Betreuung, ob durch Urlaubsbegleitung oder spezielle Wohngemeinschaften. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Krankheit Demenz steigen auch die Anforderungen an das gemeinnützige Engagement in diesem Themenbereich. Welche Handlungsansätze gibt es, welche haben sich bewährt? Welche Kriterien sichern die Wirksamkeit des Engagements? Und wo gibt es Förderbedarf?

Um Spendern, Stiftungen und Unternehmen zu zeigen, wie sie das gesellschaftliche Engagement im Themenfeld Demenz stärken können, hat das unabhängige Analyse- und Beratungshaus PHINEO in Berlin über ein Jahr eine umfassende Analyse durchgeführt. Der jetzt erschienene PHINEO-Themenreport „Vergessen? Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen“ stellt auf 36 Seiten die Ergebnisse vor. Im Rahmen der Analyse wurden in einem mehrstufigen Verfahren bundesweit auch vierzig Demenz-Projekte geprüft. 13 von ihnen werden bei einer feierlichen Zeremonie in Stuttgart Ende Januar für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet. Die Bürgerinitiative Stendal ist dann selbstverständlich auch dabei.

Hinweis an die Redaktion: Unter http://www.phineo.org/themenreports/veroeffentlichte-reports/demenz/ vollständige PHINEO-Themenreport, die 13 Porträts der empfohlenen Projekte im Bereich Demenz sowie Hintergrundinformationen zum Download zur Verfügung.

Pressekontakt: PHINEO gemeinnützige AG Susanne Ungnad Anna-Louisa-Karsch-Str. 2 10178 Berlin 030 520065 – 302 Susanne.Ungnad@phineo.org

PHINEO ist ein Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. Als gemeinnützige Aktiengesellschaft wird PHINEO von einem breiten Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft getragen. Gesellschafter sind u.a. die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Börse, KPMG, PwC und die Stiftung Mercator. PHINEOs Mission ist es, den gemeinnützigen Sektor und die Gesellschaft zu stärken. Dafür möchte PHINEO gezielt Themen des Engagements auf die öffentliche Agenda setzen, die Informationsbasis über den gemeinnützigen Sektor verbreitern und ein Bewusstsein für das Thema gesellschaftliche Wirkung schärfen. Mit Reports zu ausgewählten Themenfeldern, der Empfehlung gemeinnütziger Projekte auf Basis der mehrstufigen PHINEO-Analyse, Ratgebern zum „Wie“ des Gebens und individueller Beratung bietet PHINEO Orientierung: www.phineo.org

 

Presseinformation PHINEO 26.01.2012

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500 Euro für Tagesstätte

Bernhard Maslow

Stendal (bm). Ein größeren Geldsegen in Höhe von 500 Euro erhielt am Dienstag die Tagesstätte für Demenz- und Schlaganfallbetroffene in Stendal. Der Betrag stammt aus der Stadtsee-Taler Aktion, den die Apotheke am Stadtsee seit vielen Jahren ihren Kunden anbietet. In der Apotheke werden „Taler“ nach bestimmten Kriterien vergeben. Sie können entweder gleich eingetauscht, gesammelt oder wie es nicht wenige tun, auch gespendet werden, war vom Apothekeninhaber Dr. Sänze zu erfahren. In den zurückliegenden Monaten hat sich dabei eine stolze Summe angesammelt, die nun in „barer Münze“ eingetauscht wurde und der Tagesstätte zugute kommt.

Bevor das Apothekenehepaar den Geldbetrag an die stellvertretende Leiterin der Einrichtung übergab, informierte Marion Mohr, Vorsitzende der Bürgerinitiative Stendal (BIS) noch einmal über die Tagesstätte, die es seit 2004 in Stendal gibt und die tägliche Arbeit. Zurzeit werden 12 Personen aus Stendal und Umgebung liebevoll von qualifizierten Fachpersonal und Helfern betreut. (Demnächst mehr)

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General Anzeiger 29.01.2012

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